Reinhard Quast, Präsident des ZDB. (Quelle: ZDB)
Reinhard Quast, Präsident des ZDB. (Quelle: ZDB)
16. December 2021 | Teilen auf:

Bauwirtschaft erwartet 5,5 Prozent Umsatzplus in 2022

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) haben heute (16.12.) in einer digitalen Pressekonferenz Bilanz gezogen und einen Blick nach vorne gerichtet. Demnach rechnet die Bauwirtschaft für den Umsatz im Bauhauptgewerbe mit 143,5 Milliarden Euro in 2021 nach 143 Milliarden Euro in 2020 (nominal +0,5 Prozent). Die hohen Auftragsbestände lassen laut der Verbände Raum für eine Umsatzsteigerung auf 151 Milliarden Euro in 2022, was einer Steigerung um nominal 5,5 Prozent entspricht. Bei einer veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von jahresdurchschnittlich 4 Prozent bedeutet das einen realen Zuwachs von 1,5 Prozent. Bei den Beschäftigten erwartet die Branche einen weiteren Aufbau um 10.000 auf 915.000 Beschäftigte.

„Der Wohnungsbau bleibt auch in den ‚Corona-Jahren‘ Stützpfeiler der Baukonjunktur“, sagte Reinhard Quast, Präsident des ZDB. Insgesamt gehen die Verbände davon aus, dass der Umsatz im Wohnungsbau in 2021 etwa 55,4 Milliarden Euro erreichen wird, eine Steigerung gegenüber 2020 um nominal 2 Prozent. Für 2022 rechnen sie mit einem weiteren Wachstum auf 59,3 Milliarden Euro, eine Steigerung um nominal 7 Prozent. „Wir halten die Zielvorgabe für ambitioniert, bedeutet sie doch eine schlagartige Erhöhung der jährlichen Baufertigstellungen um etwa 30 Prozent,“ so Quast. Der Präsident des HDB, Peter Hübner, erklärt dazu: „Es muss daher klar sein, dass neben zusätzlichen, personellen Kapazitäten auch neue, etablierte Konzepte und Methoden wie das serielle und modulare Bauen notwendig sein werden.“

Mehr zur Jahresabschluss-Pressekonferenz der beiden Bauverbände lesen Abonnenten in der Januar-Ausgabe des BaustoffMarkt.

zuletzt editiert am 17.12.2021