RM Rudolf Müller

Das Gruppenfoto der Teilnehmer am Weiterbildungslehrgang 2019 zum „Werkpolier Industrie-Isolierer“. (Foto: Walter Riering)

Betrieb + Ausbildung
17. Juni 2019 | Artikel teilen Artikel teilen

Fachkräftesicherung dank ­erfolgreicher Weiterbildung

Im Ausbildungszentrum Essen des Berufsförderungswerks der Bauindustrie NRW werden regelmäßig Isolierer zum „Werkspolier Industrie-Isolierer“ qualifiziert. Initiiert von der engagierten Bundesfachabteilung Wärme-, Kälte-, ­­Schall- und Brandschutz im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. erlangen die Azubis die ­Qualifikation für einen anspruchsvollern Job mit Managementfähigkeiten.

Von Andreas Götze. In der Zeit vom 28. Januar bis zum 8. März dieses Jahres konnten sich Industrie-Isolierer wieder sechs Wochen weiterbilden. Es galt, den Status des Werkpoliers Industrie-Isolierer zu erlangen. In dem sehr fundierten Ausbildungstool, das teilweise vom Arbeitgeber getragen wird, wird Grundlagenwissen vermittelt zu physikalischen Grundlagen, Normen, Richtlinien, Eigenschaften, Anwendung und Verarbeitung von Dämmstoffen, Fachzeichnen und -rechnen, Konstruktion im Vertragsrecht, Fachwissen aus der VOB, dem Aufmaß, der Abrechnung, Wissen über Maschinen, Werkzeugen und Geräten, Baustelleneinrichtung, Baustellenmanagement bis hin zu Menschenführung.

Werkpoliere und -polierinnen in der Isolierung und Abdichtung sind die Manager vor Ort und haben Fach- und Führungsaufgaben auf der Baustelle, indem sie sich verantwortlich für die fachgerechte Ausführung von technischen Isolierungen betriebstechnischer Neubau- und Bestandsanlagen zeigen. Ihnen obliegt die Einrichtung der Baustelle, die Anlieferung und Lagerung von Materialien und sie wachen über den reibungslosen Ablauf der Arbeiten vor Ort. Dazu gehören auch die Berücksichtigung und die Kenntnis der Arbeitsschutzbestimmungen und Maßnahmen der Unfallverhütung. Im Vorwege planen sie die benötigten Geräte und Materialien zur Ausführung der Gewerke und im Nachgang die Abrechnung der Bauleistungen.
Besonderes Augenmerk gilt aber auch der von ­ihnen ausgeführten Qualitätskontrolle und den entsprechenden Baustoffprüfungen.

Die diesjährigen jungen Isolierer von Firmen Bohle Isoliertechnik GmbH, KAEFER Industrie GmbH, KRAMER GmbH, Züblin Chimney and Refractory GmbH und Bittner Isoliertechnik GmbH, wurden somit in dem kontinuierlich inhaltlich weiterentwickelten Lehrgang zur Praxisanwendung geschult. Die ganztägig von erfahrenen Referenten bestrittene Ausbildung mündete in die schriftliche und mündliche Werkpolierprüfung nach der „Prüfungsordnung für Werkpoliere und Baumaschinen-Fachmeister des Bauhauptgewerbes“. Am Ende erhält der Prüfling bei einem erfolgreichen Abschluss eine qualifizierte Prüfungsurkunde.
Dieses Jahr waren es 22 Lehrgangsteilnehmer. Bestanden haben alle.

Autor

Dipl. Ing. Andreas Götze: Leiter Ausbau und Bautechnik; Normung im HDB e.V.
andreas.goetze@bauindustrie.com

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