Isolierbranche: Arbeiter aus dem Ausland (Quelle: Quelle: YouTube: BR24)
Arbeiter aus dem Ausland: Gewollt, gebraucht - und doch verachtet? | Die Story | Kontrovers (Quelle: Quelle: YouTube: BR24)

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26. November 2021 | Teilen auf:

Isolierer-Nachwuchs aus Marokko

Eine neue Folge des BR24-Formats „Kontrovers – Die Story“ zeigt, wie sich ausländische Arbeitskräfte in Deutschland zurechtfinden. Auch der Marokkaner Badr Ait Arab wird mit der Kamera begleitet. Er hat vor kurzem seine Ausbildung zum WKSB-Isolierer begonnen.

Ab Minute 01:00 zeigt die BR24 Kontrovers-Folge, wie der Marokkaner Badr Ait Arab die ersten Tage seiner Ausbildung zum WKSB-Isolierer bei Kermann Isolierung in Ederheim meistert. Gemeinsam mit 24 weiteren Arbeitskräften ist er vor kurzem über ein Programm in Zusammenarbeit der marokkanischen Arbeitsagentur nach Deutschland gekommen. Zwei Jahre lang hat er sich auf die Ausbildung vorbereitet, hat Deutsch gelernt und sich mit der hiesigen Kultur befasst.

Für Kermann Isolierung ist Badr eine wichtige Arbeitskraft, die aufgrund des Nachwuchsmangels dringend gebraucht wird. „Ich habe eine Möglichkeit gesehen, Personen, die das marokkanische Abitur haben und entsprechend vorgebildet sind, für das Handwerk zu gewinnen. Für mich war der Aufwand sinnvoll, denn es gibt keine Alternative. Wir können mit den deutschen Schulabgängern den Bedarf nicht mehr decken“, erklärt Senior-Chef Karheinz Kermann.

Badr sieht die Ausbildung zum Isolierer als große Chance – trotz guter Vorbildung: Er hat bereits das marokkanische Abitur, einen Bachelor in englischer Linguistik und er spricht fünf Sprachen. Dennoch hat er in Marokko keine Perspektive für sich gesehen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt hier laut Entwicklungsministerium bei etwa 25 Prozent. „Ich wollte nie in Marokko arbeiten“, sagt der Azubi.

BR24
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zuletzt editiert am 29.11.2021