Bei der Bearbeitung von asbesthaltigen Materialien können Asbestfasern freigesetzt werden. (Quelle: Aintschie auf Pixabay)
Bei der Bearbeitung von asbesthaltigen Materialien können Asbestfasern freigesetzt werden. (Quelle: Aintschie auf Pixabay)

Branchen-News

29. October 2021 | Teilen auf:

Neue VDI-Richtlinie zu Asbest im Bauwerksbestand

Asbest ist immer noch in zahlreichen Gebäude verarbeitet, die vor Oktober 1993 gebaut oder saniert wurden. Die nun als Weißdruck erschienene Richtlinie VDI 6202 Blatt 3 gibt Informationen zur Erkundung und Bewertung von schadstoffbelasteten baulichen und technischen Anlagen.

Bei der Bearbeitung asbesthaltiger Materialien können Asbestfasern freigesetzt werden und ihr toxisches Potenzial entfalten. Eine besondere Herausforderung stellen Baustoffe dar, die bei bloßer Inaugenscheinnahme nicht als asbesthaltig erkannt werden können. Die als Weißdruck erschienene Richtlinie VDI 6202 Blatt 3 „Schadstoffbelastete bauliche und technische Anlagen - Asbest - Erkundung und Bewertung“ beschreibt die Untersuchung auf typische asbestverdächtige Materialien und gibt an, welche Aussagesicherheiten der Erkundung zu Asbestvorkommen unter bestimmten Bedingungen erzielt werden können. Sie ist weltweit die erste Norm, in der die Probenanzahl von schadstoffverdächtigen Baumaterialien abgeleitet wird. Sie ermöglicht es daher, transparent und nachvollziehbar eine Erkundung durchzuführen und dokumentieren zu können.

Die Richtlinie VDI 6202 Blatt 3: „Schadstoffbelastete bauliche und technische Anlagen - Asbest - Erkundung und Bewertung“ gilt für die Erkundung und Bewertung von Asbest in baulichen und technischen Anlagen bei Betrieb, Baumaßnahmen, Abbruch und Wertermittlung. Herausgeber ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG). Die Richtlinie ist im September 2021 erschienen und ersetzt den Entwurf von Oktober 2019.

VDI Verein Deutscher Ingenieure

www.vdi.de

zuletzt editiert am 29.10.2021