RM Rudolf Müller

Der Fuhrpark der Wego Systembaustoffe GmbH wird 2021 durch 23 neue LKW ergänzt. (Quelle: Wego/Vti)

Markt + Produkte
07. Mai 2021 | Artikel teilen Artikel teilen

Wego/Vti startet Vertriebsoffensive

Fokussierung aufs Kerngeschäft und gezielte Investitionen: So will die Wego Systembaustoffe GmbH zusätzliche Marktanteile gewinnen, auch im Segment Technische Isolierung. Neben einer Erweiterung der aktuell mehr als 50 Standorte sollen das Flottenmanagement und die digitale Kundenkommunikation optimiert werden.

Der Baustoffhändler Wego/Vti geht mit einer neuen Vertriebsstrategie in den Markt. Durch ein verbessertes Sortimentsmanagement und gezielte Akquisitionen will der Großhandel für Technische Isolierung, Trockenbau, Dämmstoffe sowie Boden-, Brandschutz- und Fassadensysteme seine Marktstellung in den kommenden Jahren ausbauen. Investitionen in Standorte sollen die Flächenpräsenz stärken. So entsteht derzeit etwa in Suhl bei Erfurt ein neuer Express-Standort. Geplant ist außerdem, im Laufe des Jahres die Lkw-Flotte sowie die Hochlogistik zu erweitern. Dafür kommen verstärkt Spezialfahrzeuge mit integriertem Kran zum Einsatz.

Weiterhin setzt Wego/Vti bei der Fahrtenplanung auf effizientes Flottenmanagement. „Wir haben Konzepte entwickelt, mit denen sich Wegstrecken optimieren lassen“, berichtet Andreas Krebs, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Wego/Vti. „Dies geht mitunter zu Lasten eines höheren Lagerbestands, zahlt aber mittelfristig auf die Klimaziele ein.“ Der globalen Rohstoffverknappung begegne man mit erhöhten Lagerbeständen. „Hier machen sich langjährige Partnerschaften bezahlt. Wir setzen alles daran, unser Lieferversprechen gegenüber unseren Kunden zu halten.“

 

Fokus auf Online-Kanäle

Ein weiteres Ziel von Wego/Vti ist, die Kommunikation mit den Kunden digitaler zu gestalten. Beispielsweise soll der Online-Vertriebskanal ausgebaut werden, was unter anderem mit einem Update der Webseite und des Online-Shops einhergeht. Andreas Krebs sieht darin deutliche Vorteile für die Kunden: „Bestellungen gehen heute oft noch telefonisch ein. Aber das wird sich über kurz oder lang ändern, denn die digitale Order macht vieles einfacher und übersichtlicher.“ So lassen sich etwa Bestellhistorien einsehen oder personalisierte Ordergrenzen im System hinterlegen. „Unser Anspruch ist, die Bedürfnisse unserer Kunden von A bis Z zu verstehen. Die Digitalisierung hilft uns, dieses Ziel umzusetzen. Dennoch ist der persönliche Kontakt zu unseren Kunden und Lieferanten weiterhin ein ganz zentraler Baustein. Ich hoffe, dass dies bald wieder umfassend möglich sein wird.“

 

Im Dialog mit den Angestellten

Digitale Kanäle helfen Wego/Vti jedoch nicht nur, die Kommunikation mit den Kunden zu verbessern. Auch innerhalb des Unternehmens setzt man verstärkt auf Vernetzung. Bereits seit 2018 ermöglicht ein internes Netzwerk den digitalen Austausch zwischen den rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Auch dadurch haben wir mit Beginn der Pandemie schnell in den Krisenmodus gefunden“, berichtet Andreas Krebs. Dem Fachkräftemangel will Wego/Vti wiederum mit attraktiven Modellen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz begegnen. So sollen etwa die Lager auf E-Gabelstapler umgestellt werden, um die Lärm- und Schmutzbelastung zu reduzieren. Flexible Regelungen für mobiles Arbeiten sowie ein neues Modell zur Zeiterfassung sollen die Arbeitsbelastung senken und das Unternehmen für Bewerberinnen und Bewerber attraktiv machen. „Auch uns betrifft der Fachkräftemangel, genauso wie das Handwerk. Die Branche muss für Bewerber wieder attraktiver werden. Nur gemeinsam können wir dieses Problem in den Griff bekommen“, so Andreas Krebs.

 

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