
Stiftungsrat Jorge Grimalt begrüßte die Gäste. Eine internationale Arbeitsgruppe, bestehend aus EiiF-TIPCHECK-Experten mit Unterstützung des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW) München in Person von Roland Schreiner und Karin Wiesemeyer, hatte diese für die technische Dämmbranche wichtige neue EN auf Basis der VDI 4610 entwickelt.
Energy Efficiency Class Calculator

Übersetzung
Flat Surface = flache bzw. gerade Fläche
Pipe = Rohrleitung
Valve = Armatur
Flange = Flansch
Pipe size = Dimension Rohrleitung
Hier anschauen: Energy Efficiency Class Calculator | EiiF
„Da uns das DIN immer den 28. November 2024 als offiziellen Veröffentlichungstermin genannt hatte, waren wir alle völlig überrascht, dass unsere Kollegen in England die EN 17956 bereits Anfang Juni beim Britischen Standardisierungs-Institut BSI kaufen konnten. Wir haben uns quasi selbst überholt, da wir nicht wussten, dass die EN in den Ländern schon veröffentlicht werden darf, wo sie ausschließlich im englischen Original und nicht in der Muttersprache zur Verfügung gestellt wird“, freut sich EiiF-Geschäftsführer Andreas Gürtler.
„Tatsächlich ist es so, dass bis Ende November jetzt noch die beiden Übersetzungen ins Französische und Deutsche geleistet werden müssen, bis die Norm dann ganz offiziell ab 1. Dezember in Europa verbindlich wird.“
Generalversammlung feiert die positive Entwicklung und Erfolge der EiiF
Die EiiF-Versammlung begann mit einer herzlichen Begrüßung durch Frédéric Pouille, CEO von Saint-Gobain BU Technical Insulation, der Einblicke in das interne TIP-4-BEST TIPCHECK-Programm von Saint-Gobain gab.

EiiF-Präsident Peter Hoedemaker hob anschließend die Erfolge der Stiftung hervor, der es gelungen ist, mit dem TIPCHECK-Programm ein inzwischen sehr gut funktionierendes und standardisiertes thermisches Energieaudit-Programm anzubieten. Es ermögliche Isolierfirmen, neue Geschäftsfelder zu akquirieren und dabei gleichzeitig der Industrie zu helfen, ihre eigenen Effizienzziele zu erreichen und Kosten zu sparen.
Die Erfolgsstatistik könne sich sehen lassen: 3 von 4 Kunden und heute in einigen Fällen und Branchen sogar 9 von 10 Kunden investieren in die beim TIPCHECK vorgeschlagenen effizienteren Dämmlösungen. Auch meldeten sich immer häufiger Isolierer bei der EiiF an, weil Kunden konkret nach einem TIPCHECK-Service fragten und in Auftrag geben möchten. Das nächste deutsche TIPCHECK-Training ist vom 4. bis 8. November beim FIW München.

EiiF-Geschäftsführer Andreas Gürtler betonte während seines Jahresberichtes die Bedeutung und aktuellen Chancen der EiiF-Lobbyarbeit: Die EiiF werbe in Brüssel und einigen EU-Mitgliedsländern für eine europaweite Einführung von Effizienz-Mindestanforderungen nach EN 17956 Energieeffizienzklasse C, verbunden mit der Durchführung regelmäßiger Energieaudits alle vier Jahre. Beide Initiativen stünden im Einklang mit der Mission der EiiF, indem sie Nachhaltigkeit und das Vermeiden von CO2-Emissionen in der Industrie fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

EiiF-Membership-Vorsitzender Frank Baur hob im Anschluss das positive Wachstum der EiiF-Gemeinschaft hervor: 2024 seien bereits zehn neue Unternehmen hinzugekommen. Dieser Zustrom neuer Mitglieder spiegele die wachsende Anerkennung der Rolle der EiiF bei der Festlegung von Industriestandards und der Förderung der Zusammenarbeit wider. Der Förderverein umfasse nun 77 Unternehmen, die alle von den Ressourcen, Netzwerkmöglichkeiten und der Lobbyarbeit der EiiF profitierten.
Finanzielle Transparenz und Zukunftsausblick

EiiF-Schatzmeisterin Silke Weiss stellte die Finanzberichte vor und zeigte trotz steigender Kosten einen positiven Einkommensverlauf. Finanziell sei die EiiF robust aufgestellt und durch ihre effiziente Verwaltung auch gut durch die für eine Stiftung und Verbände schwierige Covid-Phase gekommen. Die prognostizierten Einnahmen und Ausgaben für 2024 lägen im Plan.
Am Ende der Generalversammlung stellte die KI-Expertin der Saint-Gobain-Gruppe Laura Maag das Thema Künstliche Intelligenz aus Sicht eines Weltkonzerns vor. Abschließend wurde in einer Panel-Runde diskutiert, was KI für die Dämmbranche leisten könne, und wo die Risiken lägen.