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Arbeitshilfe

BiB-Leitfaden: steuer­liche Orien­tie­rung bei Sa­nie­rung und Um­bau

ronstik - stock.adobe.com

Der Verband für Bauen im Bestand (BiB) hat einen neuen Leitfaden zur steuerlichen Behandlung von Bestandsgebäuden veröffentlicht. Ziel ist es, eines der zentralen Hemmnisse der Bauwende zu adressieren: die mangelnde steuerliche Planungssicherheit bei Sanierung, Umbau und Umnutzung bestehender Gebäude.

Der Leitfaden richtet sich an Eigentümer, Projektentwickler, Kommunen, Planer und Steuerberater und bietet eine praxisorientierte Hilfestellung für Steuerfragen rund um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Gebäudebestands.

Steuerrecht als entscheidender Hebel

Sarah Dungs, Vorstandsvorsitzende des BiB, hebt hervor, dass das Steuerrecht ein entscheidender, wenn auch oft stiller, Hebel für die Kostensicherheit im Bestand ist. Sie betont: „Solange die Steuerbetrachtung nicht integraler Bestandteil der Projektentwicklung ist, sondern lediglich an Steuerberater*innen abgegeben wird, entstehen gegebenenfalls blinde Flecken – und mit ihnen Folgekosten, die frühzeitig vermeidbar wären. Mit unserem Leitfaden schaffen wir Orientierung, Hilfestellungen und vor allem Vergleichsbeispiele, die helfen sollen, die blinden Flecken rechtzeitig aufzudecken.“

Praxisnahe Inhalte für Planung und Abwicklung

Der Leitfaden ist in einem zweistufigen Prozess entstanden und bündelt die Erfahrungen von Verbandsmitgliedern und Experten aus Planung, Steuerberatung und Projektentwicklung. Er führt strukturiert von der Bestandsaufnahme über die Maßnahmen- und Nutzungsanalyse bis zur steuerlichen Abwicklung und Kontrolle. Behandelt werden unter anderem die Abgrenzung von Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten, die sogenannte 15-%-Grenze, die Vermeidung der „Neubau-Falle“, Fragen der Abschreibung (AfA), der Umsatzsteuer sowie die Nutzung von Sanierungs- und Denkmal-AfA.

Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit sichern

Franziska Bouchard, Fachbeirätin Recht und Steuern beim BiB, unterstreicht die praktische Bedeutung: „In der Praxis ist es schon die steuerliche Einordnung, die über die Wirtschaftlichkeit eines Projekts entscheiden kann, ohne, dass es auf die technische Machbarkeit ankommen muss. Unser Leitfaden übersetzt komplexe steuerliche Vorgaben in eine klar strukturierte und verständliche Hilfestellung. Er hilft dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen, diese sauber zu dokumentieren und Spielräume rechtssicher zu verstehen.“

Der Leitfaden bietet zudem Quick-Checks, Vergleichstabellen und Fallbeispiele aus realen Projekten. Damit soll er insbesondere dabei helfen, Investitionsentscheidungen belastbar vorzubereiten und Abstimmungen mit Finanzverwaltung und Förderstellen zu erleichtern.

Leitfaden kostenfrei zum Download

Das Dokument versteht sich als praxisnahes Arbeitsinstrument und nicht als Ersatz für eine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. ■
Quelle: BiB / fl